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12/09/2008 - Dee leschte Beschass 712 (n° 712)

Claude Fieseisen,

Generalsekretär des Hohlen Hauses auf dem Unkrautmarkt, nahm am Montag auf RTHell Stellung zu dem von DNF enthüllten internen Bewertungsbericht über die Organisation der Kammerarbeiten. Dabei kehrte er den coolen Chef heraus und tat so, als ob es ihm nichts ausmachen würde, von seinem Personal denkbar schlechte Zensuren erhalten zu haben. Außerdem flunkerte der Kammerkanzlist, die entsprechende Bewertung sei ja noch nicht abgeschlossen und jemand habe DNF ein angeblich unfertiges Dokument zugeschustert. Doch Fieseisen verschwieg, dass er die Kammerbelegschaft aufforderte, ihre Bewertung seiner Tätigkeit zu überdenken, weil sie ihm nicht passt: „Le Secrétaire Général demande alors au groupe d’évaluation de sérieusement reconsidérer, suite à ses explications et rectifications, la notation de critères qui mettent sa réputation en cause.“ 

 

Zecherleo,

Chefredakteur des Bonsai-Wortchen, bereitet der Konkurs der größten dänische Gratis-Tageszeitung Nyhedsavisen einiges Kopfzerbrechen. In seinem samstäglichen Leidartikel ärgerte sich Zecherleo fürchterlich über das boshafte Konkurrenzgebaren des von Editkrätz herausgegebenen Gratisblatts L’essuie-cul, das seinem hauseigenen Pouah24 den Rang abläuft. Um sich selbst zu beruhigen, tröstete sich Zecherleo damit, dass die Konkurrenz aus dem Minett sich einem Schweizer Verlag ausgeliefert habe, der sich im Ernstfall zurückziehen könne. Hingegen habe sein eigenes Blatt ein starkes Rückgrat im Bistumskonzern. Doch in Wirklichkeit haben beide Papierhändler das gleiche Problem: sie verlieren Geld, weil die Anzeigenkunden nicht mitspielen. So dass sich die Frage stellt, wer den längeren Atem haben wird, Alvin oder Zecherleo?

 

Die BCE,

Produktionsgesellschaft von RTHell, die wegen der Radiosendeanlage in Marnach im Clinch mit der dortigen Bürgerinitiative liegt, versteht keinen Spaß. Weil der Marnacher Pfarrer von der Kanzel herab seine Pfarrkinder aufrief, die Petition der Bürgerinitiative für die Einhaltung der Grenzwerte bei der elektromagnetischen Strahlung zu unterzeichnen, erhielt der Seelsorger einen Anruf vom Bistum, indem ihm mitgeteilt wurde, der Betreiber erwäge gerichtliche Schritte. Kein Wunder, dass RTHell nur noch selten Messen überträgt.

 

Jean-Claude Bokassa I.,

rabenschwarzer Großdiktator, versteht es trefflich, in den internationalen Medien von sich reden zu machen. Obwohl er auf dem EU-Gipfel zum Kaukasuskonflikt überhaupt keine Rolle spielte, tauchte Bokassa auf allen Pressephotos in bester Gesellschaft auf. Der Grund: er drückte sich dauernd zwischen Sarkozy und Gordon Brown  und tat so, als sei er in deren Gespräch verwickelt, obwohl sie ihn keines Blickes würdigten. So geht Bokassa immer wieder mal mit den großen Hunden pinkeln und kommt ganz groß raus.

 

Drëppe Jemp,

ARD-Abgestorbener, wird seit einiger Zeit von seinen Parteioberen arg gemobbt. Weil er sich einer Herzoperation unterziehen musste und seitdem nicht mehr auf dem Unkrautmarkt erscheinen kann, drängen ihn Gast J’y-peux-rien und Robert Mehlsau, auf seinen Parlamentssitz zu verzichten und sich zugunsten des nächstplatzierten Nordkandidaten Dr. Columbarium zu euthanasieren. So lieblos behandelt die Kukidentpartei alte und kranke Menschen!

 

Jeannot Knéckeg,

Wirtschaftsminister, blockiert nicht nur in Luxemburg den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. In Brüssel organisiert er jetzt den Aufstand rückschrittlicher EU-Mitgliedstaaten gegen eine neue Direktive, die europaweit den Anteil der alternativen Energie auf 20 Prozent steigern soll. So nimmt er im EU-Rat die nationalen Fördersysteme, die Sonne- und Windenergie zum Durchbruch verhelfen, unter Beschuss. Außerdem setzt er sich dafür ein, das Luxemburger Ziel im Bereich erneuerbarer Energien neuverhandeln zu lassen – und gefährdet damit den mühsam ausgehandelten europäischen Kompromiss. Berlusconis Italien hat sich bereits mit Knéckeg solidarisiert und Klimaschützer schlagen Alarm angesichts der Luxemburger Extratour. Statt ernsthafte Schritte zu einer schrittweisen Abkehr vom Tanktourismus zu unternehmen und alternative Energien in Luxemburg konsequenter zu fördern, demoliert Knéckeg lieber das gesamte europäische Klimaschutzprojekt.

 

Fränz Debiltgen,

CSFaul-Arbeitsminister, warf sich laut Europolitique 3572 (15.07.08) während des letzten EU-Ministerrats wegen des EuGH-Urteils zur Entsenderichtlinie ziemlich künstlich in die Hühnerbrust: „La dernière jurisprudence a des répercussions politiques et morales désastreuses.“ Erreicht hat er damit allenfalls, dass der französische EU-Vorsitz eine Debatte ankündigte, „sans opposer mobilité et protection“, wie Debiltgens französischer Kollege Xavier Bertrand abwiegelte. Während Debiltgen also in Luxemburg gemeinsam mit den Gewerkschaften an Demonstrationen teilnahm, gab er auf dem europäischen Parkett Erklärungen ab, die nur verhehlen sollten, dass er auf der ganzen Linie kapituliert hat.

KROP DER EN ABO, SOSS KROOPT DÉCH DEN ABBÉ

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