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26/09/2008 - Dee leschte Beschass 714 (n° 714)

Jean-Claude Bokassa I.,

rabenschwarzer Großdiktator, setzte im Konflikt mit den Grundschullehrern auf die bewährte populistische Karte, als er am Samstag laut Wortchen auf dem so genannten Herbstfest der CSFaul-Süden tönte: „Arbeitet, verdient mehr, aber nervt uns nicht mit Forderungen, die mit der Lebenswirklichkeit der meisten Menschen nichts zu tun haben.“ Dass der hemdsärmelige Gewaltherrscher glauben konnte, seine Kontrahenten mit derartigen Sprüchen abspeisen zu können, ist aber auch die Schuld der Führung der Lehrergewerkschaften. Denn die hatten es ihren Mitgliedern überlassen, ob sie streiken wollten oder nicht und keine Streiklosung ausgegeben. Da hatte es unser oberster Demagoge leicht, nach dem „Teile und Herrsche“-Prinzip zu verfahren.

 

Laurel Mozart,

CSFaul-Berichterstatter zum Staatsbürgerschaftsgesetz, konnte sich am Mittwoch letzter Woche glücklich schätzen, dass die juristische Kommission des Parlaments seinen Bericht zum Gesetzprojekt absegnete. Mozart war vor dem Sommerurlaub nach einem ersten missglückten und leicht tendenziösen Bericht dazu verdonnert worden, seine Hausaufgabe neu zu schreiben.

 

Viviane Muppeschnëss,

EU-Kommissarin, macht derzeit mächtigen Rummel um ihre Pläne, die Roaming-Gebühren der Handynutzer zu senken. Damit bringt sie sich in Stellung für den Wahlkampf nächstes Jahr, wo sie auf der EP-Liste der CSFaul kandidieren will. Während die Verbraucher die Verbilligung der Auslandstarife beim Telefonieren mit dem Handy zu schätzen wissen, sieht Wirtschaftsminister Jeannot Knéckeg die Sache mit einem weinenden Auge. Das Vorhaben der Muppeschnëss wird der Post weniger Einnahmen bescheren und damit dem Staat weniger Dividenden. Die Muppeschnëss schädigt also die Volkswirtschaft in einer Zeit der Finanzkrisen und der klammen Kassen.

 

Jean Waffeljang,

Witzepremier und Lasep-Außenminister, soll für die unabkömmliche schwedische Königin Silvia einspringen, die ursprünglich am „Tag der deutschen Einheit“ den Quadriga-Preis (eine Miniaturnachbildung des Viergespanns auf dem Brandenburger Tor) an den Menschenrechtsschwafler und Schnulzensänger Peter Gabriel überreichen sollte. Da Silvia aber nun leider nicht kann, hat man unseren Waffeljang gebeten, am 3. Oktober für die ehemalige Stewardess einzuspringen. Bezeichnenderweise findet die Galashow nicht in einem Kochstudio, sondern in der Komischen Oper statt. Bokassa soll vor Wut kochen, dass nicht er selber am Nationalfeiertag der Teutonen die Narrenkappe aufsetzen darf.

 

Fränz Knolling,

ehemaliger CSFaul-Politiker, muss sich vor Gericht verantworten, weil er den Begründer der Brigade mobile Ben Geiben, der von Staatsanwalt Roby Bieber eigentlich eher entlastet wurde, in der RTHell-Quasselrunde von Moritz Monitor mit der Bombenlegeraffäre in Verbindung brachte. Warum der sensationsgeile Monitor, der den nervenkranken Knolling eigentlich in die Falle tappen ließ und nie hätte interviewen dürfen, nicht auch wegen Hinterhältigkeit vor den Kadi gezerrt wird, entzieht sich unserer Kenntnis.

 

Felix Katz,

Allererster Schöffe in Esch an der Alzette, legt es offenbar darauf an, die traditionell gute Kooperation zwischen Esch und Leudelingen (auch Roemänien genannt) aufs Spiel zu setzen. Felix hatte bei Oberbürgermeister Robert Bigudi massenweise Absperrgitter für ein Straßenfest in Esch ausgeliehen, doch bei der Rückgabe stellte sich heraus, dass drei Stück fehlten. Der Allererste grüne Schöffe hat zwar versprochen, für den Schaden aufzukommen, aber Robert Bigudi kann jetzt zusehen, wie er das Geld eintreibt. Außerdem wartet die Großgemeinde Leudelingen bis heute auf eine formelle Entschließung, in der sich der Escher Schöffenrat wegen dieser ungeheuerlichen Schlamperei entschuldigt.

 

Jacques Lahm,

CSFaul-Würgermeister der Eselsstadt Diekirch, vermieste dem örtlichen Photo-Club seine schöne Vernissage zur Herbstausstellung in der alten ausgemusterten Kirche. Statt den Ehrenwein am Ausstellungsort kredenzen zu lassen, wie das in den Vorjahren der Fall war, mussten sich die Gäste auf die Baustelle der Kunstgalerie bequemen, womit die Stimmung natürlich im Eimer war. Wenn es so weitergeht, verbietet der schwarzgrüne Schöffenrat demnächst den Alkoholkonsum auf den Caféterrassen der Großgasse, weil sie einst ein alter Kirchenweg war.

 

Gast J’y-peux-rien,

ARD-Abgestorbener, holte sich eine blutige Nase, als er sich bei der Escher Elternvereinigung RAPEL anbiedern wollte und sich deren Unmut über die Formaldehyd-Kontamination mehrerer Schulklassen in Esch-Lallingen für eine parlamentarische Anfrage zunutze machte. Das Komitee von RAPEL distanzierte sich sogleich von der ARD, vor deren Karren man nicht gespannt werden wolle, weil sie eine „populistische und fremdenfeindliche“ Partei sei, die zudem die Privatisierung der öffentlichen Schule anstrebe. Das war klar.

 

Knalli Sperling,

Unabhängiger Volksverdreher, ärgerte die um die Verharmlosung der Finanzkrise bemühte Regierung mit einer parlamentarischen Anfrage, in der er sich über die Investitionspolitik der Sozialversicherungsanstalten erkundigte. Den Pensionskassen des Privatsektors ist es nämlich seit einigen Jahren gesetzlich erlaubt, neben lang- und kurzfristigen Geldanlagen auf Sparkonten auch Geld in Investmentfonds bzw. Aktien zu stecken, um höhere Erträge zu erzielen. Knalli wollte einfach wissen, ob man sich gegen faule Kredithaie und Bankrotteure abgesichert habe. Eine berechtigte Frage.

 

KROP DER EN ABO, SOSS KROOPT DÉCH DEN ABBÉ

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