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26/09/2008 - Illegale Kirchenfabrik im Ísling aufgeflogen (n° 714)

Heiliger Antonius bitte für uns! 

 

 

Da denkt man nichts Schlechtes, aber das Wëntger Gemengeblat Nr. 9, das kurz nach den Ferien von Würgermeister Thommesmax in den trauten Dörfern westlich des Endes der Welt verteilt wurde, brachte es schonungslos an den Tag.

 

So erfuhr man im Gemengeblat: „Im Mai dieses Jahres trafen sich die Vertreter von 9 Kirchenfabriken zu einer vom Bistum einberufenen Zusammenkunft in Klerf. Erschienen waren allerdings 10 Kirchenfabriken. Die Kirchenfabrik von Hamiville war nicht geladen worden, da sie nicht legal gegründet war (nicht von der Oberbehörde abgesegnet), und demnach nicht für das Bistum besteht. Es wird nun ein Audit stattfinden um alle aufgeführten Unregelmäßigkeiten definitiv zu klären.“

Offensichtlich wollte sich das Bistum trickreich aus der Affäre ziehen, denn immerhin legt die illegale Kirchenfabrik schon seit zwei Jahren ein so seltsames Finanzgebaren an den Tag, dass sich die andern Kirchenfabrikanten hilfesuchend an die Gemeinde wandten. Die Latte der Verfehlungen ist lang und im Zentrum des Geschehens steht, so der Gemengebuet, der mittlerweile vom Bistum ersetzte Pfarrer Däischtert aus Trotten.

 

Ein Audit wegen fragwürdigen Finanzgebarens

 

  • Der bedauernswerten Kirchenfabrik aus Helzingen wurden mehr Hostien verrechnet, als diese tatsächlich gebraucht hatte;
  • Eine Glockenläutmaschine wurde der Kirchenfabrik vom Pfarrer in Rechnung gestellt, obwohl der Pfarrer sie, laut Gemengebuet gratis bekommen hatte;
  • Es gab keine Einnahmen aus den Messen mehr, obwohl die Kirchenfabriken ein Anrecht darauf haben;
  • Die Gelder aus den Kollekten waren verschwunden. Der Pfarrer beschuldigte die Messdiener und andere Leute, sie an sich genommen zu haben;
  • Unklarheit herrscht auch über die Verwendung der Kollekten aus den Begräbnissen.

 

Der Schöffenrat konnte alldem geistig nicht folgen und lud Pfarrer Däischtert zu einem klärenden Gespräch, was dieser schriftlich verweigerte.

 

Wo ist das Geld aus dem Opferstock?

 

Die Angelegenheit hatte ein Nachspiel. Weil Würgermeister Thommesmax sich weigerte die Abrechnungen der Kirchenfabrik abzusegnen, wurde er vom Pfarrer öffentlich auf dem Predigtstuhl angegriffen.

Besonders krass ist aber, dass die Gemeinde Wintger irrtümlicherweise die Stromrechnung für das Pfarrhaus in Trotten bezahlt hat und sich mittlerweile ein stolzer Betrag von 11.000 Euro aufgelaufen hat. Die bei den letzten Gemeindewahlen in die Opposition verbannte Ex-Bürgermeisterin Agni Druddel, derzeit Staatsrätin der Doofpartei, schlug vor, dem armen Pfarrer die Kosten zu erlassen. Agni verhielt sich bei der Diskussion in dieser Angelegenheit ziemlich ruhig, wo sie als Oppositionelle eigentlich nach Transpalog und Diasprenz rufen müsste.

Im Dunkeln tappen die Pfarrkinder in der Gemeinde Wintger. Sie wundern sich, dass das Bistum erst so spät merkte, dass es die Kirchenfabrik Hamiville in seinen heiligen Unterlagen überhaupt nicht gibt.

Pfarrer Däischtert, jetzt vom Bistum abberufen, strich allerdings für sein segensreiches Wirken in Trotten noch seitens der Gemeinde ein sattes Subsid von 3 500 Euro ein, für eine neue Glockenspielanlage. Er lud die Kirchenkommission zur Besichtigung ein, allerdings ohne den Gemeinderat zu informieren.

Wo jetzt die Gelder aus den Kollekten sind, kann allerdings nur der Helzener Schutzpatron  Sankt Antonius klären, denn zu dem muss man pilgern, wenn man etwas verloren hat.

KROP DER EN ABO, SOSS KROOPT DÉCH DEN ABBÉ

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