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Was andere über uns sagen

Dr. Jeckyll…

Zur Ehre des gnadenlosen Artilleristen aus dem "Feierkrop" sei ausserdem angemerkt, dass es sich bei seiner freitäglichen Kanonade um ein Schreibmanöver der allerübelsten Sorte handelt: geschmacklos bis zum Überschreiten der Schüttelfrostgrenze, durchdrungen von einer demonstrativen "Kouflappegkeet" (i.e. die Methode, dicke Brocken ohne Vorwarnung in die saubere Umwelt zu katapultieren), angereichert mit simulierter Blödheit und ebenso fiktiver Skatologie, pfaffenätzend wie in Vitriol verwandeltes Weihwasser, ein wahrer Knigge der gezielten Bösartigkeit, ein Katechismus der kunstvollen "mauvaise foi", vorgetragen von einem Mann, der öffentlich auftritt wie das fleischgewordene Unschuldslamm, aber hinter seiner nitroglyzerinhaltigen Schreibmaschine expandiert zum wüsten Kapuzinerpater, der den Dreschflegel querbeet durch die parteipolitischen Gärten sausen lässt. Kurz: der "Feierkrop" enthält alle Ingredienzen, die Satire als eine der höchsten und wichtigsten Errungenschaften vernunftbegabter Menschen ausweisen."

Guy Rewenig im Gréngespoun, 10. November 1991

… and Mr. Hyde

Der "Feierkrop" genügt dem Bedarf nach einer wirklich subversiven Satire-Zeitung in Luxemburg nicht einmal ansatzweise.

Guy Rewenig im forum, Januar 1999

Santer nahm es locker

Der in Wasserbillig geborene Santer ist ein geselliger, zuweilen jovialer Mensch, der einem guten Tropfen (Vorliebe: Moselwein) nicht abgeneigt ist. In seiner Zeit als Luxemburger Regierungschef ließ er vom Konzert bis zum Dorffest kaum eine Veranstaltung aus. Das brachte ihm bei seinen Landsleuten das Image eines lustigen Lebemanns ein. Jacques Drescher, Chefredakteur des Satire-Blatts "Feierkrop", verpasste Santer sogar den Spitznamen "Jacques Digesif". Der nahm's wie immer locker.

Die deutsche Ausgabe des Finanzmagazins Forbes 4/95

Im Reich der Spießer

Der Provinzsatiriker darf sein Opfer gar nicht verstehen, denn es geht ihm nicht um Einsicht, sondern um das Austeilen von deftigen Seitenhieben. Ich unterstelle ihm sogar dass er fähig ist, etwas komplexere Zusammenhänge zu verstehen, aber hier muss er sich bei seinen Lesern anbiedern und sich ihrem intellektuellen Niveau anpassen. Denn wenn diese ihn nicht verstehen und nicht bei jedem Satz in wieherndes Gelächter ausbrechen, langweilen sie sich und der sowichtige Unterhaltungseffekt ist verspielt. Im Reich der Spießer wird auch der Aufspießer spießig.

Jacques Wirion in d'Lëtzebuerger Land 04.12.1998

Genauso böswillig wie beißend

Zu erwähnen bleibt das 1993 aus einer Freitagsbeilage der kommunistischen "Zeitung" hervorgegangene populäre satirische Wochenblatt von Jacques Drescher, "Den Neie Feierkrop", das jeden Freitag Land und Leute auf die Schippe nimmt und, über Landesinterna in manchem bestinformiert, die kleine Luxemburger Realität als Pasquinade genauso böswillig wie beißend verdreht.

Georges Hellinghausen: 150 Jahre Luxemburger Wort, 1998

Regelmäßig investigativ

Der "Feierkrop" geht noch einen Schritt weiter und wird regelmäßig investigativ. Gewappnet mit dem Leitspruch: "Satire darf alles!" bietet er sogar sehr ernste, bisweilen gar brisante Sachverhalte als satirische Geschichte an. Dass er dabei immer mal wieder hart an der Grenze zur Unlauterkeit vorbeischrammt, dass man sich beim Lesen fragen muss, ob es für diese oder jene Information denn auch Beweise gibt, ist so lange nicht weiter schlimm, wie sich dagegen kein Kläger findet.

Peter Feist im Gréngespoun, 09.10.1998

Intiimste Gefiller

Et wär och gutt a richteg, wann an denen nächste Méint géif vu perséinlechen Attacken ofgesi gin an eng strikt Trennung géif gemaacht gin tëschent Politik a Privatsphär, tëschent richteg a falsch, tëschent klorer Tatsaach a béiswëllegem Gerücht. Dat gëlt nët nëmme fir d'Emgoën ënnert de Politiker selwer, mä natiirlech och fir all déi - an ech denken hei besonnesch un d'Medien -, déi iwwer si na hir Aarbechte beriichten. D'Satir gehéiert zur Politik, mä och si huet Grenzen an et däerf een ni de Mënsch a séngen intiimste Gefiller treffen a verletzen.

Jean Spautz am 13. Oktober 1998 im Parlament

Gegen elementare Regeln des Anstands

Oberstes Gebot in der politischen Auseinandersetzung sei demnach der unbedingte Respekt vor der Intimität und dem Privatleben des Menschen. Leider habe sich in letzter Zeit eine bestimmte Presse nicht mehr an diese elementaren Regeln des Anstands gehalten (…)

Generalvikar Mathias Schiltz in der Heilig-Geist-Messe zur Rentrée der Abgeordnetenkammer am 13. Oktober 1998

Linke Schmierfinken

Besondere Courage beweist Jean Spautz. Als erster ranghoher Politiker überhaupt rechnet er mit den Hobbyjournalisten ab, die seit Jahren unter dem Deckmantel der Satire böswillige Gerüchte verbreiten. "Satire gehört wohl zur Politik, sie darf jedoch niemals den Menschen in seinen intimsten Gefühlen verletzten." Diesen Satz des Kammerpräsidenten sollten sich einige linke Schmierfinken hinter die Ohren schreiben.

Marc Glesener im Luxemburger Wort, 17. Oktober 1998

Hundsgemeinheit

Für den 13. Juni 1999 habe er ein gutes Gefühl, sagte Henri Grethen, der sich irgendwie um 20 Jahre zurückversetzt fühlte, weil damals die DP, so wie es heute erneut der Fall sei, ebenfalls im Mittelpunkt der Kritik gestanden habe. Die Attacken gegen die Liberalen seine der beste Beweis dafür, dass die politischen Gegner sich vor der DP fürchten. Unmissverständlich hatte der Redner zuvor erklärt, dass auch die sogenannte Satire um ihre Grenzen wissen müsse. Was diese Presse sich nämlich in den letzten Wochen geleistet habe, sei einfachhin eine "Hundsgemeinheit".

Luxemburger Wort, 19. Oktober 1998

Unrat

Es gibt ein sogenanntes satirisches Blatt, das regelmäßig mit Unrat um sich wirft. Wenn auch im allgemeinen dieses "satirische" Blatt seinen Lesern eine Kost vorsetzt, die weder Anstand kennt noch von übertriebener Intelligenz zeugt, so müsste sich doch gewehrt werden, wenn die religiösen Gefühle aller Christen in unflätigster Weise verletzt und mit Füßen getreten werden. Es ist endlich an der Zeit, dass wir Christen uns wehren. Wir sind nicht das Freiwild eines Blattes, das weder Anstand noch Respekt vor den Mitbürgern hat. Wenn wir (traurigerweise) keine legale Handhabe gegen solch schändliche Machenschaften haben, so sollten wir doch wenigstens protestieren und dieses Blatt boykottieren. Denn mehr ist es nicht wert.

Leserbriefschreiber Jean Matzet im Luxemburger Wort, 3. April 1999

Nit ze veräntwerten

Als glewegen, iwwerzeegten an engagéierte chrëscht protestéieren ech (sécher nit nëmmen a méngem Numm, mee am Numm, mee am Numm vu ville Katholiken, Protestanten, Orthodoxen an Aglikaner am Lëtzebuerger Land) géint dat, wat den "DNF" sech a sénger Nummer vum 26. Mäerz erlaabt huet. Wa bei deem Blat Leit sech esou intelligent virkommen, datt se ëmmer erëm menge mat aneren de Geck kënnen a mussen ze maachen, da misste se och wëssen, datt een nit d'Recht huet, aner Mënschen ze beleidegen an ze verletzen, wann et ëm denen hire Glawen, hir Weltanschauung an hir Iwwerzegunge geet. Als Chrëschte si mär nach ëmmer kee Fräiwëld; mär respektéieren denen anere Leit hir Menung och wa mer si nit ëmmer delen. Da verlaange mer och, datt anerer äis respektéieren. Et as einfach nit ze veräntwerte, wat d'Leit vum DNF sech do erlaabt hun. An alles kuckt einfach no!

Leserbriefschreiber JR im Luxemburger Wort, 13. April 1999

Verbannt, geächtet

Allein, unsere Literaturfunktionäre gehen - so hört man - in all ihrer Ehrpusseligkeit sogar verbandsintern noch einen lächerlichen Schritt weiter: Nach dem Vorbild der Bistumszeitung, von der man längst gewöhnt ist, dass sie alles, was nicht in ihr himmlisches Weltbild passt, aus ihren Spalten tilgt, druckt der ansonsten und angeblich für die Freiheit des Wortes und der Meinung lauthals auf die Barrikaden klimmende LSV in seinem Vereinsorgan ausschließlich die Lobhudeleien nach, mit denen seine Mitglieder in den von ihren Funktionären redigierten Publikationen eingedeckt zu werden pflegen. Ausgespart, verbannt, geächtet werden aus der LSV-Presseschau ausdrücklich, systematisch und - wiederum - hochsatireträchtig! - einzig und allein kritische "Krop"-Beiträge.

Ernst Zweifel im Journal, 23. Oktober 1999

Abominable esprit mesquin

(...) et l'abominable Yeti du non moins abominable Feierkrop a prouvé une fois de plus que c'est un abominable esprit mesquin et un éternel malinformé (c'est Jean-Pierre et non Jean-Paul Tilt).

L'ouvreuse in Revue, 8. Dezember 1999

Persönliche Diffamierung, schlüpfrige Details, grobschlächtige Rundumschläge

Deshalb verselbständigte sich vor einigen Jahren die satirische Beilage der kommunistischen Zeitung als vierseitiger " Feierkrop ", der sich mit Jacques Santers Freud'schem Lapsus als "onofhängege Knaschtbeschmotzer" profiliert. Die Redaktion setzt sich aus Dinosauriern der linken Publizistikszene zusammen, die an ihren ursprünglichen Ansprüchen gescheitert sind. Nunmehr ist Zynismus Trumpf, die Unangreifbarkeit der Satire wird genutzt, um den erfolgreicheren Weggefährten aus früheren Zeiten an den bürgerlichen Frack zu gehen. Inzwischen haben sie sich abgekehrt von der einigermaßen subtilen politischen Satire à la Canard Enchaîné, die eh nur eine Minderheit versteht. Dagegen wurde sich auf persönliche Diffamierung, schlüpfrige Details aus dem Privatleben der VIPs und grobschlächtige Rundumschläge gegen alle Akteure der Gesellschaft spezialisiert. Damit ist zwar die Chance einer treffenden publizistischen Begleitung der Luxemburger Realsatire verpasst, die Auflage des Käseblatts verläuft jedoch parallel zu den Wahlsiegen der Rechtspopulisten: Die Extreme treffen sich also doch.

Robert Garcia, in "Katz -Kritisches Trierer Jahrbuch", Dezember 1999

Herzlich gelacht

Angeblich soll er herzlich darüber gelacht haben, als er wegen seinem Engagement, Bäume zu pflanzen, in der satirischen Presse als "Lannejhang" bezeichnet wurde... Guy de Muyser: Natürlich weniger in der Öffentlichkeit, aber im Privatbereich ist der Großherzog ein ungemein humorvoller und lustiger Mensch.

Journal, 24. Dezember 1999

Gnade Gott unserem gebeutelten Humor

Warum verschont dieses Blatt in seinem bösen Spiel nicht wenigstens die Kinder? Schnöde Anti-Satire war die hinterhältige Heldendarstellung jener Meute ungezogener Gören, die Viviane Redings Sohn im Schulhof nachbellten. Wenn das die Wirkung des Blattes ist, das sich ansonsten für die seriöseste Zeitung hält, dann gnade Gott Hilarius unserem gebeutelten Humor!

Rosch Krieps im Journal, am 15. Januar 2000

Milieux anarchisants

D'un autre côté, les journaux de la gauche (Tageblatt, Zeitung, Le Jeudi), du milieu libéral (Lëtzebuerger Journal, D'Letzebuerger Land), des milieux anarchisants (De Neie Feierkrop) et du mouvement écologique (Grenge Spoun) ignorent la réalité du sentiment religieux et de ses manifestations chez les croyants luxembourgeois, quand ils ne versent pas dans l'anticléricalisme stéréotype et dépassé.

Frank Wilhelm in " Le Luxembourg au tournant du siècle et du millénaire ", Editions Schortgen, 1999.

Nicht sehr gesund

Für den Richter ging die Absicht des Angeklagten jedoch deutlich aus einer gewerblichen Anzeige hervor, die er in einer Ausgabe von "Den Neie Feierkrop" geschaltet hatte. Aus dieser Anzeige ging hervor, dass man im "Placebo" "alles fir ze dämpen" kaufen könne. Das Wort "dämpen" habe im Sprachgebrauch eine eindeutige Bedeutung, dass es sich hierbei nicht um das Rauchen von Tabak handele, zeige auch die dazugehörige Illustration. Der Verteidigung zufolge könne die Illustration nicht als favorisierende Werbung eingestuft werden, da die Figur nicht sehr gesund aussehe. Außerdem würde ohnehin niemand das Satireblatt ernst nehmen.

tageblatt, 29. Februar 2000

Ungewöhnliches enthüllt

Nur selten dringt etwas an die Öffentlichkeit. So wie Anfang 1998, als die Satire-Zeitschrift "Den neie Feierkrop" Ungewöhnliches über den Umgang von Junckers CSV mit Parteispenden enthüllte.

Trierischer Volksfreund, 2. März 2000

Gare aux guignols !

Mais n'oublions pas qu'au Luxembourg il y a aussi de ces Guignols qui, impunément, peuvent se permettre de ridiculiser des gens, au grand amusement de leurs lecteurs - qui eux non plus, ne savent faire la différence entre humour et méchanceté.

Leserbriefschreiber s.o. im Luxemburger Wort, 20. Januar 1999

Bêtement injurieux

Le dnf n'est pas un journal insolent. Il est bêtement injurieux.

Jeff Kintzele, Romain Kohn in forum, Januar 1999

Unverschämt und zielsicher

Und welche andere Publikation traut sich in so hoher Auflage, so unverschämt und so zielsicher an die Tabus der luxemburgischen Gesellschaft heran: die Banken, die Arbed, den Kaiser Bokassa, die Monarchie, die Kirche und selbst den lieben Gott und seine Heiligen?

André Hoffmann in forum, Januar 1999

Schlicht und einfach eine Sauerei

So weit sind wir gekommen, dass der Premierminister mit dem Namen "Bokassa" behaftet wird. Man kann gewiss von Herrn Juncker halten, was man will: ihn aber mit einem der blutdürstigsten Diktatoren des afrikanischen Kontinents in Verbindung zu bringen, ist schlicht und einfach eine Sauerei seitens einer "Krop"-Belegschaft, die zusammengenommen nicht im entferntesten an sein Wissen, sein Können und sein Geschick heranreicht.

Guy Wagner in forum, Januar 1999

Nach dem Anschein urteilen

Gäbe es den neie Feierkrop nicht, wäre es höchste Zeit, ihn zu erfinden. Besonders in Luxemburg, wo sich kaum einer leisten kann, wahren Investigationsjournalismus zu betreiben, so dass man eben manchmal nach dem Anschein urteilen muss. Vor über einem Jahrhundert ging Oscar Wilde wesentlich weiter, als er seinen Zeitgenossen anriet, denen zu misstrauen, die nicht nach dem Anschein urteilten. Auch wenn Moralapostel sich daran stoßen, den kulturellen Wandel werden sie kaum rückgängig machen können.

Jean-Marie Frentz in d'Lëtzebuerger Land, 29. Januar 1999

Gut getroffen!

In der Ausgabe Nr. 256 (29.1.99) ihrer satirischen Publikation "Den Neie Feierkrop" wird Michel Pauly, Mitherausgeber der Zeitschrift "forum", in einen direkten Zusammenhang gebracht mit der Villa Pauly (...) In der erklärten Absicht, die Menschen in den Bussen wieder einmal lachen zu sehen, schrieben Sie (...) dass Michel Pauly als der Erbauer der Villa Pauly zu gelten habe und dass Sie keine Zweifel daran haben, dass er der Großvater von Adolf Hitler sei. Das alles war sehr lustig (...) Könnte es sein, dass Sie und Ihre Freunde manchmal Ihr Ziel, die Menschen zum Lachen zu bringen, aus den Augen verlieren und einfach nur mal so verletzen wollen? Dann darf man Sie beglückwünschen. Sie haben gut getroffen (…)!

Leserbriefschreiber Rodolphe Steinmetzer im tageblatt, 6. Februar 2000

Keine anderen Waffen als die Feder

(...) zu Guy Wagners Kritik am "Feierkrop", so muss auch er schon vor lauter Ungeduld gebibbert haben, um seine Invektive im "Forum" gedruckt zu sehen: "Eine überfällige Kritik. Die Enkel des ‚Stürmer'." (...) Wagner vermischt das wortwörtliche "Henker" mit dem symbolischen Henker, und nur so kann er die Abgeschmacktheit haben und die Dummheit begehen, den "Feierkrop" mit dem Nazi-"Stürmer" zu vergleichen. Wenn Autoren, die keine andere Waffe besitzen als ihre Feder und ihre Form der Satire, um Menschen zu kritisieren und auch lächerlich zu machen, so ist dies qualitativ grundverschieden von den Verbalinjurien solcher Leute, die wie Streicher mit an den Hebeln einer riesigen Tötungsmaschine saßen. - Aber Guy Wagner ist schon lange ein Spezialist in hysterischer Übertreibung, - sei es bei billigen Schmeicheleien Künstlern gegenüber, denen er am liebsten die Füße küssen möchte; sei es im Abkanzeln und Verleumden von Leuten, die eine seiner Meinung völlig entgegengesetzte haben.

Joseph Welter in Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek, 20. Februar 1999

 

KROP DER EN ABO, SOSS KROOPT DÉCH DEN ABBÉ

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