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15 Jahre DNF

Die Anfänge: Von Oktober 1993 bis Oktober 1994

 

Vor der Nullnummer

  • Plakat: 8 Woche war en a Vakanz, lo gët et der nees deck laanscht d’Panz

Nullnummer: 8. Oktober 1993

·                    In einer Auflage von 5000 Exemplaren, unmittelbar vor den Gemeindewahlen, mit bezahlten Anzeigen von DP, Grünen und einigen Wirtshäusern, startet der Neie Feierkrop.

·                    In der ersten Ausgabe ein Leidartikel: Gestürzte Kartoffeln in Buttermilch – mit der Androhung, dass der Feierkrop sich vorgenommen hat, Remedur zu schaffen im einheimischen Pressewald. Es fehlt seit monatelangen Wochen die Axt im Walde...

·                    Ketty Katz stellt sich vor: Ich bin die Frau, die LSAP-Fraktionschef Jean Quasselborn bei der Haebicht-Demonstration die Zunge herausstreckte und ihm sagte: „Wann ech déch gesinn, ech kënnt der an d'Gesiicht katzen.“ Mein Name ist Ketty Katz, und ich werde mich nun regelmäßig im Neie Feierkrop zu Wort melden, um die Meinung der Frau aus dem Volke zu weltbewegenden, nationalen, regionalen und lokalen Fragen zum Ausdruck zu bringen.

 

Nummer 1: 15. Oktober 1993

·                    Der Feierkrop meldet 103 Abos.

·                    Die Hauptstadt bleibt affenfrei: Robert Utan wurde nicht Würgermeister.

·                    Das erste Scheusal der Woche ist Alvin Schold: Er hatte seinen Redakteur Francis Besch, der einen Artikel über das Erscheinen des Neie Feierkrop geschrieben hatte, kaltblütig zensiert. Begründung: "Dene brauche mer keng Reklamm ze maachen, well dat gët jo souwisou näischt."

 

Nummer 2: 22. Oktober 1993

·                    DNF berichtet über die Machtkämpfe in der KPL. Das bringt ihm den ersten Presseprozess ein. Klägerin ist die Vizepräsidentin der KPL, die als Nilpferd bezeichnet wurde. Ihr Anwalt ist ein gewisser Gaston Vogel. Es ist der Beginn einer jahrzehntelangen Auseinandersetzung vor Gericht wegen der Verballhornung von Namen. Ein Streit, in dem schließlich die Kläger die verdiente Niederlage erlitten haben.

 

Nummer 3: 29. Oktober 1993

·                    In Esch schickt sich eine Rechtskoalition mit Fränz Quak und Adolf Hung an, die Geschicke der Stadt zu lenken: Die Sozis mit dem Stahlhelm im Gepäck.

 

Nummer 4: 5. November 1993

·                    DNF meldet, dass am 27. Oktober 1993 im Café Grënnesch Stuff die Verlagsgesellschaft Den Neie Feierkrop Société Coopérative gegründet wurde.

 

Nummer 5: 12. November 1993

·                    Denkmalschützer Georges Kalkö bringt es zum Scheusal der Woche: weil er das Land mit potemkinschen Fassaden aus Zuckerguss und Marzipan verunstaltet hat.

 

Nummer 6: 19. November 1993

·                    DNF meldet, dass Tutebattix Lex Roth namens der Aktioun Lëtzebuerg eine Silberplakette an den Kacktut-Magnaten Paul Queesch überreichte. Damit würdigte er seinen eigenen Sponsor, der ihm seine Asterix-Übersetzungen finanzierte.

 

Nummer 7: 26. November 1993

·                    Jacques Digestif plant eine Kulturwoche in Rumänien. DNF erinnert an die schöne Zeit vor AIDS und Gorbatschow, als das rumänische Draculapaar Nicolae und Elena Ceausescu höchstpersönlich am 27. und 28. Oktober 1972 zum Staatsbesuch nach Luxemburg kamen und von Großherzogs über Staatsminister Pierre Wernerplan und Außenminister Gaston Egmont Horn abwärts hofiert wurden.

 

Nummer 8: 3. Dezember 1993

·                    Bei der Eröffnung der 6. Quinquennale de l'Art Moderne Luxembourgeois betätigt sich der Escher Kulturschöffe Adolf Hung als Bilderstürmer und vergreift sich an einer Skulptur von Marie-Josée Kerschen.

 

Nummer 9: 10. Dezember 1993

  • Fränz Knollings Alleingänge zur Bildung einer schwarzgrünen Koalition in Esch ziehen immer wunderlichere Kreise. Das bringt Viviane Muppeschnëss dazu, ihn nach Ettelbréissel zu wünschen.

 

Nummer 10: 17. Dezember 1993

  • Camille Dümmer wird bei den Parlamentswahlen ausgebootet.
  • Astrid Schiffling betätigt sich als Elefantin im Porzellanladen ihrer Busenfeindin Nelly Weinstein.
  • Gikis Wagnerakis bricht den Rücktrittslandesrekord und leistet damit seinen Beitrag zur Gestaltung des Festprogramms der Europäischen Kulturstadt Luxemburg

 

Nummer 11: 24. Dezember 1993

  • In der in Goldfarbe gedruckten Weihnachtsausgabe von DNF, in der der Feierkrop das Christkind frisst, geht es um die jämmerlichen Kochkünste der Bourgeoisie am Beispiel prominenter Persönlichkeiten (Monique F. Sechs und Marcel Krautmaart), die in der Revue das Weihnachtsmenü kochen. Scheusal der Woche ist Mary’s Baby.

 

Nummer 12: 31. Dezember 1993

 

  • Exklusiv die Neujahrsansprache von Großherzog Lannejang.
  • Das Sylvestermenü von Ketty Katz

 

Nummer 13 vom 7. Januar 1994

 

·        Bericht über die Klageblatt-Aktionariatsversammlung zur Umwandlung der Editpress s.à.r.l. in eine s.a. (Aktiengesellschaft). Seither weiß niemand, wem das Klageblatt wirklich gehört.

 

Nummer 14 vom 14. Januar 1994

 

·        DNF meldet seinen ersten Presseprozess: Da Luxemburg aber nicht Usbekistan ist, lässt sich die Redaktion des Neie Feierkrop durch solch unwürdige Methoden nicht einschüchtern.

·        Wie der Bernsebauer vom CSFaul-Staat geschlachtet wurde.

 

Nummer 15 vom 21. Januar 1994

 

·        DNF reicht ein Projekt für Luxemburg Europäische Kulturstadt ein, in dem es vorschlägt die Finanzierung des Museums für Zeitgenössische Kunst auf eine solide Basis zu stellen. Dies soll erfolgen durch einen Finanzierungsplan, der folgende Maßnahmen begreift und die Staatskasse nicht belastet: « démolition au lieu de restauration des Trois Glands; acquisition de collections artistiques; financement par l'abolition de l'armée; financement par la privatisation de l’église; financement privé des traitements du culte et des écoles catholiques. »

 

Nummer 16 vom 28. Januar 1994

 

·        DNF kommentiert den Kongress der fusionswilligen Grünen von GLEI und GAP: Nach den Wahlen im Juni werden die Grünen sich erneut in der Opposition wiederfinden, sich weiter zerraufen und dumme parlamentarische Anfragen stellen.

 

Nummer 17 vom 4. Februar 1994

 

·        Scheusal der Woche ist Gast J'y-peux-rien: „Tatsächlich ergehen sich J'y-peux-rien und seine gemeingefährlichen Zombies und wildgewordenen Kleinbürger nicht nur in Heimattümelei und offenem Ausländerhass. Darüber hinaus gilt ihr ganzes Streben einer Politik, die sich in Andeutungen, unbewiesenen Behauptungen und Drohgebärden erschöpft, mit dem Ziel, Sozialneid, Missgunst, Streit und Parteiverdrossenheit zu säen.“

 

Nummer 18 vom 11. Februar 1994

 

·        Robert Mehlsau muss sich vor der parlamentarischen U-Kommission wegen seiner Behauptungen rechtfertigen, wonach alle Parteien außer dem ARD korrupt seien und sich vom Bernsebauer bestechen ließen. Doch schon vor der Sitzung macht der kalte Bauer aus Manternach einen Rückzieher.

 

Nummer 19 vom 18. Februar 1994

 

·        200.000 Dollar für die KPL oder wie die KPdSU die Luxemburger Kommunisten finanzierte. Der Kommentar von DNF: Man darf der KPdSU keinen Vorwurf daraus machen, dass sie bereit war, sich eine schöne Revolution mit allem Drum und Dran in Luxemburg jährlich Millionen kosten zu lassen. Aber misst man den Aufwand am Resultat, fragt man sich, was aus all dem schönen Geld geworden ist.

 

Nummer 20 vom 25. Februar 1994

 

·        Die CSV kauft sich ihre Listenkandidaten: u.a. die politisch unbedarfte Nancy Arendt, die im Südbezirk auf Stimmenfang gehen soll, sowie den Advokaten Luc Frieden, dem ein Posten im CLT-Verwaltungsrat angeboten werden musste, damit er überhaupt einwilligte, auf der CSV-Zentrumsliste zu kandidieren.

 

Nummer 22 vom 4. März 1994

 

·        Lex Roth gründet mit anderen Frustrierten und Fußkranken eine Wahlliste rechts von der CSFaul, einen „Verein für den gepflegten Rassismus“.

·        DNF zieht eine Bilanz des ersten Geschäftsjahrs und lässt wissen, dass die verkaufte Auflage in den ersten vier Monaten um 20 Prozent zunahm und seit Ende Januar 94 die Grenze von wöchentlich 3000 Exemplaren übersteigt. Bisher hat die Zeitung 550 Abonnements. Damit hat DNF in wenigen Monaten mehr Leserinnen und Leser als die Hälfte aller Pressehilfe beziehenden Tages- und Wochenzeitungen. Ermutigt von diesen Resultaten, beschloss die Generalversammlung der Genossenschaft am 25. Februar 1994, ihren mutigen Kampf gegen die Dummheit im Universum und besonders im Großherzogtum mit verdoppelten Kräften fortzusetzen.

 

Nummer 23 vom 11. März 1994

 

·        Scheusal der Woche ist das Chalet Mierscherbierg, in dem laut Robert Mehlsau im Frühjahr 1984 eine Geldübergabe des Bernsebauers an CSFaul-Notar Marc Backfisch stattfand. Bloß, dass das Chalet erst 1985 erbaut wurde…

 

Nummer 24 vom 18. März 1994

 

·        Die Arbed verschandelt das Berwart-Schloss in Esch mit einem bandwurmartigen Tunnelgebäude.

 

Nummer 24. vom 25. März 1994

 

·        Am Staatsmüsi gët eng Kaz geschleeft: Tierschützer und Journalisten im Einsatz gegen Besudelung der heiligen Hallen durch entartete Kunst.

 

Nummer 25 vom 1. April 1994

 

·        Die KPL demonstriert ihre Strategie der Öffnung hin zu allen linken Kräften: Sie bringt Sicherheitsschlösser an das Büro ihres Parteisekretärs Serge Urbany an und sperrt ihn aus.

 

Nummer 26 vom 8. April 1994

 

·        DNF berichtet über rüde Sitten am Bankenplatz, wo vor allem teutonische Bankiers die Arbeitsgesetzgebung missachten.

 

Nummer 27 vom 15. April 1994

 

·        DNF kündigt seinen Grand Premier Bal am 1. Mai 1994 im Melusina in Clausen an ("Wien e Meekranz matbréngt, kritt e Bong fir e gratis Digestif).

 

Nummer 28 vom 22. April 1994

 

·        In der Rubrik „Scheusal der Woche“ wird der damalige Digestif-Dauphin Jean-Claude Fluncker (heute Bokassa) als „Zweetklassmuppi“ bezeichnet.

 

Nummer 29 vom 29. April 1994

 

·        Anlässlich des Rallye Pédestre zur Lieben Frau von Luxemburg fragt sich DNF, ob die Consolatrix Afflictorum aus Tropenholz ist.

 

Nummer 30 vom 6. Mai 1994

 

·        DNF berichtet, dass anlässlich des Grand Premier Bal des Neie Feierkrop der Gëllene Feierkrop - eine schmiedeeiserne Kreation des Bildhauers Robert Mancini - symbolisch an Jean-Claude Fluncker wegen seiner satirischen Beiträge im CSV-Profil überreicht wurde.

 

Nummer 31 vom 13. Mail 1994

 

·        DNF kündigt den schmutzigsten Wahlkampf aller Zeiten an und enthüllt, dass die Eiserne Erna und damalige, völlig entnervte Kammerpianistin Erna Händikäpp-Schëppschnëss sich mit Temesta über Wasser hält.

·        Es gibt noch Armut im Land: 59 Direktionsmitglieder der BIL kassierten im Vorjahr 259 Millionen plus 17 Millionen Franken für ihren Pensionsfonds, das sind rund 4,7 Mio. pro Kopf.

 

Nummer 32 vom 20. Mai 1994

 

·        DNF enthüllt wie sich die Ehrendeputierten auf Steuerzahlerkosten den Lebensabend versüßen lassen wollen. U.a. verlangen sie Visitenkarten, Gratisreisen und fünf Jahre gratis Parken.

·        Eine Karikatur von Fonckekätt („Dëm Fonckekätt e puer Plommen an den Aasch an eist Nuetsliewen ass gerett“) sorgt für Aufregung in der Kanalstraße.

 

Nummer 33 vom 27. Mai 1994

 

·        In einem Interview findet der Hl. Willibrord aus Anlass der Echternacher Stolperprozession: „Dat houere Land misst zougeschass ginn!“

·        Politischer Schrott auf dem Flohmarkt: Im Einkaufszentrum Concorde gehen Politiker aller Schattierungen auf  Stimmenfang. Der nahende Wahltermin macht sie blöd.

 

Nummer 34 vom 3. Juni 1994

 

·        DNF diagnostiziert eine bedrohliche Zunahme der Wendehalskrankheit: Von 16 Parlamentariern, die seit 1842 die Partei wechselten, verbucht das Parlament 13 in den letzten 20 Jahren. Dazu gehören u.a. Jean Gremling (von der LSAP zum PSI) Françoise Kuffer (aus der LSAP und wieder rein) und Astrid Lulling (von der LSAP zur SdP in die CSV): „Mit Lulling konkurrieren könnte höchstens der kanadische Harmonikavirtuose Jup Weber, der bei der GAP losmarschierte, unabhängig wurde, dann bei der GLEI vorbeischaute und im Herbst Gewählter der Einheitspartei der Grünen werden will - obwohl Rotieren ihm ein Greuel ist.“

 

Nummer 35 vom 10. Juni 1994

 

·        Der Wahltag naht und kein Altersheim und keine Kläranlage sind sicher vor Ankündigungen und Einweihungen.

·        DNF bezieht Position und warnt die Wähler, keine braunen Stinkstiefel auf den Unkrautmarkt zu schicken: „Nur eines möchten wir uns verbitten. Die Nationalbewegong (und nebenbei gesagt deren ausländerfeindliches Pendant Groupement fir d'Lëtzebuerger Souveränitéit) ist für uns tabu: Nazis, Schläger, Brandstifter, bornierte Kochkäse-Fetischisten und Ausländerfeinde haben auf dem Unkrautmarkt nichts verloren.“

·        Zum Tod von Fernand Rau eine Karikatur von Jacques Santer und J.C. Juncker: „E Feigling an e Ligener hunn e gudde Frënd verluer“.

·        Das Projekt des Neie Feierkrop für das Kulturjahr 1995 wird abgelehnt, weil es die Kompetenzen des Koordinators überschreitet. Claude Frisoni in einem Brief an DNF vom 30.05.94: « La liberté de la presse ne s’usant, comme le proclame si justement votre confrère palmipède français, que si l’on ne s'en sert pas, il serait dommage que vos élans créatifs ne poursuivent leur épanouissement. » Einen Wunsch, den DNF in Zukunft beherzigen wird.

·        Die Ausgabe enthält bezahlte Anzeigen von DP Déi Gréng GLEI-GAP und Nei Lénk.

 

Nummer 36 vom 17. Juni 1994

 

·        DNF kommentiert das Wahlresultat: Bei der LSAP hat sich der Horizont verrechnet; die CSV hat Digestif als sicheren Anker; bei der DP verwandelten sich Prozente in Promille, bei der GLAP machte sich Jup Weber aus dem Staub; beim ADR gab es viele Kreuze für eine Leiche, und bei der KPL heißt es: Aus die Maus im Mausoleum.

·        Scheusal der Woche ist der Wähler.

 

Nummer 37 vom 24. Juni 1994

 

·        Koalitionsverhandungen 1994: Eine Karikatur zeigt Fayot, Asselborn und Poos als Messdiener im Dienst der CSV.

 

Nummer 38 vom 1. Juli 1994

 

·        Dunkle Wolken am Horizont: Die Frau am Klavier wird Minister, und Foltermischi ist als Parlamentspräsident im Gespräch.

·        John Castagnetta bringt es zum Scheusal der Woche: Wir bleiben dabei: Der OGB-L ist die größte und schönste Gewerkschaft, aber sie sollte sich nun in eigenem Interesse dazu durchringen, John Castagnetta in Ehren zu entlassen und einen Vorsitzenden zu wählen, der die Gewerkschaft nicht mit der Partei verwechselt.

 

Nummer 39 vom 8. Juli 1994

 

·        DNF veröffentlicht den Wortlaut des Gesprächs zwischen Formateur Jacques Santer und Großherzog Jean: „De Formateur mécht dem Grand-Duc Rapport“.

·        Im Sprachorgan der Association des diplômés universitaires en sciences économiques, commerciales, politiques et sociales (Adusec) schlägt der pensionierte Statec-Direktor und Hofkämmerer Georges Als nazionalbewegte Töne an, indem er die Immigration als wirtschaftlich und ökologisch schädlich bezeichnet.

 

Nummer 40 vom 15. Juli 1994

 

·        Als aussichtsreichster Delors-Nachfolger und designierter neuer Präsident der Brüsseler Großen Kommission telefoniert Jacques Digestif mit Helmut Kohl. DNF veröffentlicht den Wortlaut des Gesprächs.

·        Die Frau des in der Affäre Bauernzentrale ermittelnden Kommissars bezichtigt ihren Gatten, ein intimes Verhältnis mit der Richterin im gleichen Prozess zu haben. Daraus ergibt sich der Vorwurf einer Absprache zwischen einer Richterin und einem als Ermittler tätigen Zeugen.

 

Nummer 41 vom 22. Juli 1994

 

·        Nach seiner Berufung J. Santers zum EU-Kommissar geht der Spitzname „Digestif“, eine Kreation von DNF, um die ganze Welt.

 

Nummer 42 vom 29. Juli 1994

 

·        In einem Brief an den Papst fordert DNF die Heiligsprechung Jacques Santers. Leider erfolglos.

 

Nummer 43 vom 5. August 1994

 

·        DNF macht einen Kassensturz und vermeldet erstmals eine verkaufte Auflage von über 3.000 Exemplaren, davon 695 Abonnements. Dann geht er in den Sommerurlaub.

 

·        Auf dem Brüsseler Kunstfestival Very Special Arts zensuriert der Luxemburger Hofmarschall einen Künstler wegen „Verletzung des Sittenkodex unseres Herrscherhauses“. Ein Hamburger Künstler hatte vor der Kulisse von Fahnen drei stark stilisierte Akte gemalt und sie in mächtigen Buchstaben als Großherzogin Charlotte, Großherzogin Marie-Therese sowie als Bismarck bezeichnet. Hofmarschall Ahlborn erreichte, dass der Künstler von der Teilnehmerliste des Festivals gestrichen wurde.

 

Nummer 44 vom 2. September 1994

 

·        Kaum in Brüssel als EU-Kommissar inthronisiert, verweist der Nationalheilige Jacques Digestif darauf, dass aus dem Hause Luxemburg vier deutsche Kaiser stammten. Das kann noch heiter werden.

 

Nummer 45 vom 9. September 1994

 

·        DNF belichtet die Hintergründe des Verschwindens der Gebeine der Gräfin Ermesinde.

 

Nummer 46 vom 16. September 1994

 

·        Luxemburgs Schulwelt ist in Aufruhr, denn Erbprinz Gimmy schickt sich an, das Secondaire zu besuchen.

 

Nummer 47 vom 23. September 1994

 

·        Beim Kack-Elei herrscht Kriegsrecht. Ein junger Schnösel aus der Reklameabteilung IP von RTHELL namens Alain Werwolf hat es zum Programmchef gebracht und entledigt sich einer Altlast namens Jean Stackdaf. Damit wird ein Stück Heimat dem schnöden Mammon und dem dummen Zeitgeist geopfert.

 

Nummer 48 vom 30. September 1994

 

·        Äddi Charel! Bei der DP findet ein Schlachtfest statt. Die Führungsriege köpft ihren Präsidenten Charel Göre. Den Parteivorsitz übernimmt Lydie Solper. Bei dem Putsch zieht Metzgersohn Henri Gretchen die Fäden. Herrenbauer Göre kehrt kurze Zeit hinter seinen Pflug zu – ein Held des Rückzugs.

 

Nummer 49 vum 7. Oktober 1994

 

·        Bei den Zozialisten tobt ein Erbfolgestreit, und DNF veröffentlicht ein Porträt von Lyzeumsdirektor Werner von Marianne, deren Schulanstalt Prinz Gimmy unter ihre Fittiche nimmt.

·        DNF feiert seinen ersten Geburtstag mit einer Fürbitte.

KROP DER EN ABO, SOSS KROOPT DÉCH DEN ABBÉ


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